E-Mail: apo60@t-online.de
Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino
präsentiert vom KKKK-Team
jeweils sonntags um 16:00 Uhr
im Kath. Pfarrzentrum Horrem
Hauptstraße 215
50169 Kerpen-Horrem


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kommt bis zum Ende des ersten Halbjahres!
Die Aktualisierung auf den nächsten Film
erfolgt jeweils einige Tage nach der letzten Veranstaltung!
Ist eine besondere Veranstaltung im Rahmen des KKKK;
ein Stummfilm mit Live-Musik-Begleitung!
Mit Izabella Bialas (Geige) und Karol Bialas (Klavier)
Dimitri Buchowetzki * D * 1921 * 54 Min. * FSK 12

Der Galiläer ist ein farbig viragierter Stummfilm des Regisseurs Dimitri Buchowetzki aus dem Jahr 1921.
Sein Titel bezieht sich auf Galiläa als Geburtsort Jesu.

Handlung
Aufwendige, hinsichtlich Bildgestaltung, Montage, Bauten und Massenszenen filmhistorisch bemerkenswerte, aber auch glaubens- und mentalitätsgeschichtlich interessante Verfilmung des 1921/22 durch die Gebrüder Faßnacht auf einer Freilichtbühne in Freiburg i. Br. aufgeführten gleichnamigen Passionsspiels.
In fünf »Akten« wird ein großer Bogen geschlagen vom Einzug in Jerusalem bis zur - symbolisch angezeigten – Auferstehung. Angelehnt an die Oberammergauer Passionsspiele werden folgende Szenen aus dem Leben und Sterben Jesu Christi gezeigt: Der Einzug in Jerusalem, das Abendmahl, die Gefangennahme im Garten Gethsemane, die Verurteilung und die Kreuzigung.

Zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Films
Nachdem sie während des Ersten Weltkriegs mit ihrem Tourneetheater durch die Lande gezogen waren und abwechselnd »Passionsspiele nach Art Oberammergau« und eine patriotische Revue des Titels »Ran an den Feind« gegeben hatten, waren die Brüder Adolf und Georg Faßnacht Anfang 1921 mit einem monumentalen Passionsspiel-Projekt bei der Stadt Freiburg vorstellig geworden.

Statt die dortige Lokal-Tradition religiöser Spiele, die im 17. Jh. zum Erliegen gekommen war, wieder aufleben zu lassen, wollten sich die Faßnachts - beide in Personalunion Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor – an den Erfolg der damals schon weltberühmten Oberammergauer Passion anhängen. Unter Vorspiegelung einer Herkunft aus einer traditionsreichen Oberammergauer Passionsspieler-Familie sowie des angeblichen Besitzes eines »Urtextes« des dortigen Spiels, gelang es ihnen mit Unterstützung des Freiburger Kaufmanns Bernhard Gotthart, ihres Geschäftspartners, den Magistrat gegen manche Vorbehalte und Widerstände am Ende doch zur Förderung ihres Vorhabens zu bewegen.

Vor allem die einheimische Wirtschaft hatte sich nachdrücklich für das Projekt eingesetzt, erhoffte sie sich doch in der allgemeinen ökonomischen Krise einen regen Passionsspiel-Tourismus, vorab seitens einer finanzkräftigen internationalen Klientel. Alle zwei Jahre sollte »das alte Oberammergauer Passionsspiel mit dem Urtext«, freilich »in etwa fünfmal größerer Ausstattung« als in Bayern (Werbeheft/ADCV), die Besucher in Massen nach Freiburg locken. Die Uraufführung auf der mit 200 Meter Breite und 100 Meter Tiefe als die »größte der Welt« angekündigten Freilichtbühne fand am 16. Juli 1921 statt.

Der Galiläer gilt als ein Film, bei dem Tonung und Virage bereits als dramaturgisches Mittel eingesetzt wurden. Zeitungsberichte über die ersten Aufführungen vermerkten, dass der Film mit weltlicher Musik aufgeführt wurde. Passionsfilme waren in jener Zeit durchaus auch Export-Erfolge, vom Galiläer wurden zum Beispiel 35 Kopien unter dem Titel »Jesus de Nazareth« für den französischen und belgischen Markt hergestellt. Auch wurde der Film im Sommer 1922 einer Ausstellungskommission in Mailand vorgestellt und in der Klasse der historischen Filme mit einem Preis ausgezeichnet.
Die Perforationsaufschrift der Kopie »The Passion Play« belegt, dass der Film wahrscheinlich noch im Jahr 1930 im Angebot war. Die rekonstruierte Fassung wurde am 17. Februar 1996 in einer Sonderveranstaltung anlässlich der Berlinale im Kino Astor mit Musikbegleitung vorgeführt.

Die Akteure des Stummfilms:




Magdalena Burgwinkel
Georg Firmenich
Florian Müller (Referent)
Katharina Müller
Steffi Müller
Tanja Steinfort-Lecke (Bildungsforum)
Christa Schiffer
Ursula Spantig-Firmenich
Seien Sie herzlichst gegrüßt und eingeladen,
G. Firmenich