E-Mail: apo60@t-online.de
Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino
präsentiert vom KKKK-Team
jeweils sonntags um 16:00 Uhr
im Kath. Pfarrzentrum Horrem
Hauptstraße 215
50169 Kerpen-Horrem


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Die Aktualisierung auf den nächsten Film erfolgt
jeweils einige Tage nach der letzten Veranstaltung)!
Andres Veiel * D * 2020 * 89 Min. * FSK 0

Ökozid ist ein von der ARD produzierter Fernsehfilm.
Die Erstausstrahlung des Films erfolgte am 18. November 2020 im Rahmen der ARD-Themenwoche #WieLeben im Programm Das Erste. Die daran anschließende Talkshow maischberger. die woche befasste sich mit dem bereits im Film angesprochenen Thema:
Die Klimakrise – Deutschland auf der Anklagebank.

Inhalt
Eine Kernfrage des Films ist: Gibt es ein Recht auf eine unversehrte Natur? Aus Artikel 6 der UN-Konvention, dem Recht auf Leben, kann, so die Kläger, abgeleitet werden, dass die Bundesrepublik Deutschland ihre völkerrechtliche Pflicht verletzt hat, einer Erhöhung der weltweiten CO2- Konzentration entgegenzuwirken.

Die Kläger sind 31 Staaten des Globalen Südens, die im Juli 2034 die Bundesrepublik Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof auf einen Schadenersatz von jährlich 60 Milliarden Euro für die Folgen des Klimawandels verklagen.

Sie werden vertreten von den Anwältinnen Larissa Meybach, die schon als Jugendliche gegen die Kohle demonstriert hat, und ihrer Chefin Wiebke Kastager, die hinter Meybachs Rücken mit dem Anwalt der BRD, Victor Graf, über einen Vergleich verhandelt.


Nachrichtensendungen, unter anderem mit Ingo Zamperoni, verkünden, das Gericht tage in Berlin-Tegel, da nach einer dritten Sturmflut in Folge das Gerichtsgebäude im Haag habe geräumt werden müssen.
Die Verhandlungen werden von dem Richter Hans-Walter Klein aus der Schweiz geleitet. Neben ihm sitzen drei Frauen und ein weiterer Mann auf der Richterbank.

Als Zeugen sollen im Verfahren Angela Merkel und Gerhard Schröder gehört werden, der sich wegen seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung zur Behandlung in Russland aufhält. Merkel hingegen ist teilweise anwesend, wird befragt und hält am Ende ein Schlussplädoyer.

Als weitere Zeugen werden unter anderem der Brandenburger Landwirt Hannes Schwerdtner von der Verteidigung präsentiert, dem wegen Dürre und Waldbränden, die man in eingespielten Nachrichtenclips sieht, wenige Rinder geblieben sind. So wird argumentiert, dass der Klimawandel auch die Deutschen betrifft, denen geholfen werden müsse.

Sulab Makan, Anwalt aus Bangladesch, macht im Zeugenstand auf die Folgen von Überschwemmungen und Waldrodungen aufmerksam. Die Rodungen geschahen zum Zweck des Baus von Kohlekraftwerken, die mit Mitteln der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert wurden.
Filmausschnitte zeigen Bundesumweltministerin Angela Merkel, die die 1997 in Kyoto beschlossene Absenkung der Treibhausgase erst ab 2012 als „unbefriedigend“ bezeichnet hatte, wie auch Gerhard Schröder beim Besuch einer Steinkohlenzeche. Ferner gibt es eine Diskussion über SUVs und die Kohlendioxid-Grenzwerte für die Automobilindustrie.

Neben den Nachrichteneinspielern sieht man die Figuren in Verhandlungspausen im gleißenden Licht eines Hitzesommers.
Nebenbei verfälscht der junge Social-Media-Operator Laurenz Opalka Aufzeichnungen aus dem Gerichtssaal, um öffentlichen Protest zu schüren, den die Nachrichten verkünden.
Nachdem die Kläger Kastager wegen ihres angestrebten Vergleichs das Mandat entzogen haben, kämpft Meybach für eine Verurteilung der BRD – mit Erfolg.

Kritik
Christiane Grefe führte in der Zeit aus: … Vor Gericht sind, wenngleich meist mit erfundenen Namen, historische Akteure aufgerufen, und ihre Aussagen gründen auf Aktenauswertung. Dafür steht der vielfach preisgekrönte Regisseur Andres Veiel. Seine Dokumentar- und Spielfilme wie seine Theaterstücke (Black Box BRD, Das Himbeerreich) schillern oft zwischen Interpretation und Wirklichkeit, sind aber stets akribisch recherchiert. […] enorme Spannung bezieht das aufklärerische Kammerspiel aus seiner Brisanz.




Magdalena Burgwinkel
Georg Firmenich
Florian Müller (Referent)
Katharina Müller
Steffi Müller
Tanja Steinfort-Lecke (Bildungsforum)
Christa Schiffer
Ursula Spantig-Firmenich
Seien Sie herzlichst gegrüßt und eingeladen,
G. Firmenich