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Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

jeweils sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem

 

 

Das Programm 2026 - Erstes Halbjahr:

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Das Programm 2026 - Zweites Halbjahr:

kommt bis zum Ende des ersten Halbjahres!

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Die Aktualisierung auf den nächsten Film

erfolgt jeweils einige Tage nach der letzten Veranstaltung!

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Der Film am Sonntag, den 19. April 2026:

„Das Lehrerzimmer“

Ilker Çatak * D * 2023 * 95 Min. * FSK 12

 

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Das Lehrerzimmer ist ein deutscher Spielfilm von İlker Çatak aus dem Jahr 2023.

Das Drama handelt von einer jungen Lehrerin (dargestellt von Leonie Benesch), die eine Diebstahlserie an ihrer Schule zu beenden versucht. Die überraschende Entlarvung der vermutlichen Täterin und die folgende schulische Untersuchung unter der Prämisse einer „Null-Toleranz-Politik“ führen bald zu Denunziantentum, Streit und Ausgrenzung am Gymnasium.

 

 

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Handlung

Die junge Lehrerin Carla Nowak unterrichtet seit einigen Monaten die Fächer Mathematik und Sport in einer siebten Klasse eines Gymnasiums. Sie fällt im Kollegium vor allem durch ihren Idealismus auf. Die Stimmung an der Schule ist durch eine unaufgeklärte Diebstahlserie getrübt. Eines Tages wird Carla selbst Zeugin, wie mehrere Schüler ihrer Klasse unter Verdacht geraten.

Unter unwürdigen Umständen werden die Jungen im Klassenzimmer von Carlas Kollegen vorgeführt und ihre Portemonnaies gefilzt.

Aufgrund einer größeren mitgeführten Geldsumme muss sich der türkischstämmige Schüler Ali im Sinne der an der Schule geltenden Null-Toleranz-Politik mit seinen Eltern dem Gespräch mit der strengen Schuldirektorin Dr. Bettina Böhm stellen. Der anfängliche Verdacht erhärtet sich jedoch nicht.

 

Nach diesen Geschehnissen, die Carla als ungerecht empfindet, versucht sie mit Hilfe ihrer Laptop-Kamera der Sache persönlich nachzugehen. Als sie deren Videoaufzeichnung aus dem Lehrerzimmer betrachtet, erkennt sie die langjährige, unauffällige Schulsekretärin Friederike Kuhn als vermutliche Täterin – ihre gemusterte Bluse ist deutlich auf den Aufnahmen zu identifizieren.

 

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Die Aufdeckung der Tat versetzt Carla in ein unlösbares Dilemma – Frau Kuhn ist die Mutter des schüchternen Oskar, ihres in Mathematik begabtesten Schülers.

Auch leugnet sie vehement die Tat, die auf dem Video nicht genau zu erkennen ist. Dennoch wird Frau Kuhn für die weitere Untersuchung beurlaubt.

 

In der Folge droht Carla, zerrieben zwischen ihren Idealen und dem System Schule sowie den Konsequenzen ihres Handelns, zu zerbrechen. Während eines Elternabends, der sich für sie zu einem Verhör entwickelt, erleidet sie einen Nervenzusammenbruch. In Teilen des Lehrerkollegiums sowie unter ihren Schülern und deren Eltern gerät sie zunehmend in die Isolation.

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Gleichzeitig hat sie die psychische Belastung für Oskar zu verantworten, der von einigen Mitschülern nun als Sohn einer „Verbrecher-Mutter“ wahrgenommen und gemobbt wird. Dennoch hält dieser vehement an der Unschuld seiner Mutter fest und stellt Carla als „Lügnerin“ dar. Als die von Oskar geforderte öffentliche Entschuldigung Carlas ausbleibt, stiehlt er eines Tages ihren Laptop aus der Sporthalle. Dabei schlägt er ihr mit dem Laptop im Handgemenge ins Gesicht und wirft ihn schließlich in den Fluss. Carla nimmt Oskar aber weiterhin in Schutz, als über einen Klassen- oder Schulwechsel diskutiert wird.

Auch belügt sie das Kollegium hinsichtlich ihrer Verletzung am Auge und bietet an, selbst die Schule zu verlassen. […]

 

Kritik

  • Cosima Lutz hob im Filmdienst die dramaturgische Offenheit und Spannung von Das Lehrerzimmer sowie dessen subtilen Humor hervor („Alles scheint hier möglich, eine Fabel vom Gelingen genauso wie ein Amoklauf“). Regisseur und Drehbuchautor İlker Çatak führe „das Publikum in diesem Gesellschaftslabor auf dasselbe Glatteis wie die Protagonistin“. Auch pries sie die Schauspielleistungen von Leonie Benesch und Eva Löbau, die „streng“ komponierte und „elegant“ fließende Kameraarbeit von Judith Kaufmann sowie die beunruhigende Musik von Marvin Miller.
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Das Handeln an der Schule erweise sich in Bezug auf die begangenen Diebstähle „als immer schwieriger, je mehr geredet“ werde. Die angewandte „Null-Toleranz-Politik“ setze „eine geradezu klassische Tragödie in Gang, indem gerade in seiner Erfüllung die Übertretung“ liege „und im Vermeidenwollen das zu Vermeidende“ geschehe. Die Figur der Carla Nowak wolle „alles richtig machen“, bekomme aber „alsbald zu spüren, wie schnell das ‚Null-Toleranz‘-Diktat zu Denunziantentum, Verdacht und Ausgrenzung“ führe, „statt einen ‚sicheren Raum‘ zu schaffen“. Die von anderen vorgebrachte Kritik, „dass nicht ganz klar sei, worauf“ Çataks Film eigentlich hinauswolle, ließ Lutz aber nicht unerwähnt.
 

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  • Michael Meyns (die tageszeitung) lobte den Film als dichtes Psychogramm und Leonie Benesch als eine der „Entdeckungen der […] Berlinale“. Auch ihm fiel die Unvorhersehbarkeit der Handlung auf, die die Zuschauer dazu zwinge, „sich mit dem Denken“ der weiblichen Hauptfigur„ auseinanderzusetzen“. Wie Lutz zuvor verwies Meyns auf die engen Bilder von Kamerafrau Kaufmann. Çatak lasse die Situation „nach und nach […] eskalieren“, während sich die „junge,
    engagierte, es ganz ohne Frage sehr gut meinende Lehrerin […] zunehmend“ verrenne. Die im Film thematisierte moralische Frage lasse sich „nicht auf eine einfache Ja/Nein-Formel reduzieren“. Das „wie eine Ausflucht“ wirkende Ende passe „gerade wegen seiner Unbestimmtheit, seinem bewussten Ablehnen einer klaren Haltung, so gut“, so der Kritiker.[10] In einer längeren, für das Online-Portal Filmstarts verfassten Kritik ließ Meyns Das Lehrerzimmer die zweithöchste Bewertung zukommen. In ihr kritisierte er das Ende als „unbefriedigend“, pries das Werk aber als „bislang besten Film“ Çataks.

 

 

 

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G. Firmenich